MobilitiamoCIE Veranstaltung Stuttgart

MobilitiamoCIE: zwei Ministerien, zwei Konsulate an einem Tisch
Am 30. April 2024 geschah in Stuttgart etwas, das man im italienischen Vereinsleben im Ausland nur selten erlebt.
Eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, drei Jahre zuvor aus einem Brief und einer Idee entstanden, ohne institutionelle Ämter, ohne Budget, ohne Pressestelle, hat es geschafft, zwei Ministerien, zwei Konsulate und im Ausland gewählte Abgeordnete aus vier verschiedenen politischen Lagern an denselben Tisch zu bringen: Lega, Azione und zwei Vertreter der PD.
Keine Demonstration. Keine Online-Petition, die im Sande verläuft. Ein echter runder Tisch, bei dem die Institutionen inhaltlich Stellung bezogen haben, vor einem vollen Saal und vielen, die den Livestream von zu Hause aus verfolgt haben.
Dieses Komitee heißt MobilitiamoCIE und wird von Maurizio Palese koordiniert, Mitglied des COMITES Stuttgart. Und es ist dieselbe Methode, dieselbe bürgerschaftliche Energie, die heute Mobilitiamoci trägt.
Das Problem, bevor es zur Dringlichkeit für alle wurde
Wer im Ausland lebt, kennt das Problem seit Jahren gut: endlose Wartelisten bei den Konsulaten für die Ausstellung der elektronischen Identitätskarte (CIE). Monate, manchmal über ein Jahr, für ein Dokument, das man in Italien an einem Nachmittag erhält.
MobilitiamoCIE hat sich nicht darauf beschränkt, das Problem anzuprangern. Man hat jahrelang an einer konkreten Lösung gearbeitet: die Ausstellung der CIE auch in italienischen Gemeinden für AIRE-registrierte Personen zu ermöglichen und so die Warteschlangen im Ausland zu entlasten. Eine Unterschriftensammlung, beständige Beziehungsarbeit mit den Institutionen, bis hin dazu, am 30. April 2024, den Vorschlag direkt an den Tisch derjenigen zu bringen, die die Macht haben, ihn in ein Gesetz umzuwandeln.
Beim runden Tisch waren unter anderem anwesend:
- Dr. Pierluigi Simonetti, Außenministerium, zuständig für die Dienste für Auslandsitaliener;
- Dr.in Teresa De Vito, Präfektin, Innenministerium, Zentraldirektion für Personenstandsdienste;
- die Konsulin Italiens in Freiburg im Breisgau, Dr.in Francesca Toninato;
- der Vizekonsul Italiens in Stuttgart, Dr. Emanuele Di Girolamo.
Sowie vier im Ausland gewählte Abgeordnete unterschiedlicher politischer Ausrichtung:
- Abg. Simone Billi (Lega)
- Abg. Federica Onori (Azione)
- Abg. Toni Ricciardi (PD)
- Abg. Christian Di Sanzo (PD)
Ein Detail, das genau während der Veranstaltung zur Sprache kam, zeigt, wie sehr diese Arbeit zum richtigen Zeitpunkt kam: Ab 2026 sind die alten Papier-Personalausweise rechtlich nicht mehr gültig. Wer sich Jahre zuvor mit diesem Thema befasst hatte, hatte ein Problem kommen sehen, das bald sehr viele Landsleute betreffen würde, nicht erst, nachdem der Notstand ausgebrochen war, sondern während noch Zeit zur Vorbereitung blieb.
Warum das im Hinblick auf die COMITES-Wahl zählt
Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass es selten gelingt, zwei Ministerien, zwei Konsulate und vier verschiedene politische Kräfte an denselben Tisch zu bringen. Es ist der praktische Beweis für einige Eigenschaften, die bei denjenigen, die die Auslandsitaliener vertreten, wirklich den Unterschied machen:
Beharrlichkeit. Keine Initiative, die an einem Abend entstand und endete, sondern das Ergebnis beständiger Arbeit, die Jahre zuvor begann und ohne viel Aufsehen, Schritt für Schritt, fortgeführt wurde.
Weitsicht. Die Fähigkeit, ein Problem, den Ablauf der Gültigkeit der Papierausweise, zu erkennen, bevor es zu einer kollektiven Dringlichkeit wurde, und in der Zwischenzeit die Lösung aufzubauen.
Methode statt Protest. MobilitiamoCIE hat nicht durch lautes Rufen um Aufmerksamkeit gebeten: Man hat ein Dossier, einen Vorschlag, ein Netzwerk institutioneller Beziehungen aufgebaut und all das an einen Tisch gebracht, an dem Antworten möglich waren.
Fähigkeit zu einen, nicht zu spalten. Vertreter gegensätzlicher Parteien an denselben Tisch gebracht zu haben, alle bereit, inhaltlich zu diskutieren, ist vielleicht das bedeutendste Ergebnis von allen: der Beweis, dass man über Parteigrenzen hinweg für die Auslandsitaliener arbeiten kann.
Genau das sind die Eigenschaften, die diejenigen brauchen, die die Italiener im nächsten COMITES Baden-Württemberg vertreten werden. Keine Versprechen, sondern eine bereits erprobte Methode, und ein bereits erzieltes, nicht nur angekündigtes Ergebnis.
Die Beiträge ansehen
- Einführung zum runden Tisch, Maurizio Palese, Ko-Koordinator MobilitiamoCIE, [Link]
- Beitrag Außenministerium, Dr. Pierluigi Simonetti, [Link]
- Beitrag Innenministerium, Dr.in Teresa De Vito, [Link]
- Dr. Giuseppe „Pino“ Tabbì, Präsident ACLI Deutschland, Komitee MobilitiamoCIE, [Link]
- Konsulin Italiens in Freiburg, Dr.in Francesca Toninato, [Link]
- Vizekonsul Italiens in Stuttgart, Dr. Emanuele Di Girolamo, [Link]
- Abg. Simone Billi (Lega), [Link]
- Abg. Federica Onori (Azione), [Link]
- Abg. Toni Ricciardi (PD), [Link]
- Abg. Christian Di Sanzo (PD), [Link]
Das ist die Methode von Mobilitiamoci: Beharrlichkeit, Weitsicht, die Fähigkeit zu einen. Wir wollen sie in den COMITES Baden-Württemberg tragen.
Wollt ihr wissen wie? Bleibt uns treu: In den nächsten Wochen erzählen wir den Weg, der zur Wahl im November führt.
