Gesetz Nr. 11/2026

Gesetz Nr. 11/2026: die CIE kommt in die italienischen Gemeinden. Was sich ändert, und warum wir nicht feiern

Mit der Veröffentlichung im Amtsblatt des Gesetzes vom 19. Januar 2026, Nr. 11, insbesondere mit Artikel 5, Absatz 2, der Artikel 22 des Gesetzesdekrets 71/2011 ändert, wurde eine seit Jahren erwartete Neuerung eingeführt: Ab dem 1. Juni 2026 können italienische, bei der AIRE (Ausschuss der Italiener im Ausland) registrierte Staatsbürger die elektronische Identitätskarte (CIE) auch bei jeder beliebigen italienischen Gemeinde beantragen, und nicht mehr nur über das Konsulat.

Was das Gesetz konkret besagt

Für alle, die im Ausland leben, ändern sich die praktischen Modalitäten der Beantragung:

  • Wo: Der Antrag kann bei jeder beliebigen italienischen Gemeinde gestellt werden, zusätzlich zum zuständigen Konsulat.
  • Termin buchen: Ein Termin kann über die Buchungsplattform des Innenministeriums vereinbart werden, oder man kann sich ohne Termin direkt bei den Gemeinden vorstellen, die dies zulassen.
  • Erhalt der Karte: Nach der Ausstellung kann die CIE persönlich in der gewählten Gemeinde abgeholt oder an die ausländische Wohnadresse zugestellt werden.
  • Die Ausstellungsmodalitäten bleiben dieselben wie bei Anträgen über das Konsulat: gleiches Verfahren, gleiches Dokument.

Eine damit verbundene Erinnerung, hilfreich für alle, die noch handeln müssen: Ab dem 3. August 2026 sind die alten Papier-Personalausweise nicht mehr für die Ausreise gültig, unabhängig vom auf dem Dokument angegebenen Ablaufdatum. Wer die CIE (Elektronischer Personalausweis) noch nicht hat, sollte rechtzeitig prüfen, welcher der beiden Wege, Konsulat oder Gemeinde, schneller zum Dokument führt.

Warum wir es keinen Sieg nennen

Dieses Gesetz entstand aus demselben Vorschlag, den das Komitee MobilitiamoCIE seit 2023 verfolgt: den italienischen Gemeinden zu ermöglichen, die CIE auch an AIRE-registrierte Personen auszustellen, um die endlosen Wartelisten in den Konsulaten zu entlasten. Eine Unterschriftensammlung, ein runder Tisch in Stuttgart mit zwei Ministerien und zwei Konsulaten, eine Anhörung vor der Parlamentskommission in Rom. Jahre stiller Arbeit, aus Dokumenten, Treffen, wiederholten Anfragen, nicht aus Pressemitteilungen bestehend.

Als das Gesetz verabschiedet wurde, haben wir nicht gefeiert. Wir haben nicht gejubelt, keinen Siegespost veröffentlicht. Nicht weil uns das Ergebnis nicht betrifft, es betrifft uns, und wir waren von Anfang an die treibende Kraft dahinter, sondern weil wir es nicht als Sieg betrachten: Es ist eine geschuldete Handlung. Eine verspätete Korrektur einer oberflächlichen und fehlerhaften Einschätzung, die über Jahre ein System aufrechterhalten hat, das Tausende Landsleute zu unbuchbaren Terminen und monatelangen Wartezeiten gezwungen hat. Es ist keine Medaille zum Anheften: Es ist, so hoffen wir, das Ende einer Belastung, die es nie hätte geben dürfen.

In den Tagen nach der Verabschiedung haben wir gesehen, wie verschiedene Akteure das Ergebnis als eigenes Verdienst darstellten. Auch innerhalb unseres eigenen COMITES Stuttgart (Ausschuss der Italiener im Ausland) hat jemand, der die Arbeit des Komitees MobilitiamoCIE in diesen Jahren indirekt mitverfolgt hatte, nicht gezögert, den Siegespost eines anderen COMITES zu teilen. Schade nur, dass wir weder von jenem, der diesen Post geteilt hat, noch von dem COMITES, das sich das Verdienst zuschrieb, in diesen Jahren konkretes Engagement gesehen haben.

Wir sagen das nicht aus reiner Polemik, sondern damit Fakten Fakten bleiben: Die Arbeit haben wir gemacht, Schritt für Schritt, ohne in dem Moment nach Sichtbarkeit zu suchen, in dem es bequem gewesen wäre, sie sich zu nehmen.

Warum wir es heute schreiben

Nicht weil sich etwas an unserer Arbeitsweise geändert hätte. Wir schreiben es, um zu sagen, dass wir in der stillen Arbeit dieser Jahre dabei waren, und dass wir es immer noch sind. Keine Versprechen, kein unbegründeter Jubel, sondern ernsthafte und beständige Arbeit, mit nur einem wirklichen Ziel: die konkreten Probleme unserer Landsleute zu lösen.

Es ist dieselbe Methode, derselbe Einsatz, den Mobilitiamoci heute in den nächsten COMITES Baden-Württemberg trägt.


Ein erzieltes, kein gefeiertes Ergebnis. Denn für uns endet die Arbeit nicht mit einem Gesetz: Sie geht weiter mit dem nächsten zu lösenden Problem.

Bleibt uns treu: In den nächsten Wochen berichten wir über die nächsten Schritte auf dem Weg zur Wahl im November.

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